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Hirtshals im Norden der Halbinsel Jütland

Das dänische Örtchen Hirtshals liegt ganz im Norden der Halbinsel Jütland, dem Festland des zumeist als Inselstaat wahrgenommenen Königreichs Dänemark. Das Land besteht jedoch aus weitaus mehr als der Hauptstadt Kopenhagen oder der so genannten dänischen Südsee, die jedes Jahr zehntausende deutscher Urlauber anlockt. Das Festland ist mindestens genauso sehenswert, grenzt es doch im Westen an die weit rauere Nordsee und ist in vielem ursprünglicher als das pittoreske Inselleben von Seeland, Fünen oder Falster. Hirtshals liegt genau genommen nicht auf dem dänischen Festland, sondern auf der zweitgrößten Insel des Landes mit dem Namen Vendsyssel-Thy, ein Name, der sich von den beiden Landkreisen herleitet, aus denen sie besteht. Vom Festland der jütischen Halbinsel abgetrennt wird Hirtshals durch den Limfjord, doch erst bei der Februarflut des Jahres 1825 wurde das Gebiet vom Hauptland abgetrennt. Noch heute wird es in der öffentlichen Wahrnehmung zumeist nicht als Insel betrachtet.

Geographisch ist die Region überaus interessant: Am Grenen (dem „Ast“ oder „Zweig“), treffen das Brackwasser des Kattegat und das wildere Skagerrak aufeinander, ein Phänomen, das sich zumeist an der deutlichen Trennung der Wasserfarbe sowie der Oberfläche des Meeres beobachten lässt. Der Grenen ist eine Landzunge, die zu Dänemarks nördlichster Stadt Skagen gehört, die Hirtshals im Westen von Frederikshavn im Osten trennt und die mittlerweile eine Länge von 30 Kilometern aufweist. Skagen verfügt noch immer über den größten Fischereihafen Dänemarks; außerdem stellt Hirtshals ein touristisches Zentrum dar – nicht zuletzt wegen der Künstlerkolonie der Skagen-Maler, die Ende des 19. Jahrhunderts hier besonders die Sommermonate verbrachten und das einzigartige Licht nutzten, um sich von überkommenen Malweisen zu lösen und eine ganz unverwechselbare Malweise zu entwickeln, die noch heute in mehreren Museen des Orts (allen voran Skagens Museum und Den Hirschsprungske Samling) bewundert werden kann.

Westlich Skagens befindet sich die kleine Stadt Hirtshals, das bis zum Beginn ein kleines Fischerdorf war. Erst ein Architekturwettbewerb im Jahre 1919 führte zur Anlage weiter Teile der heutigen Stadt, die inzwischen knapp 6.000 Einwohner zählt. Hier finden sich sowohl der zweitgrößte Fischereihafen des Landes als auch der für wichtige Verkehrshafen. Von hier bestehen Verbindungen zur skandinavischen Halbinsel, zu den Färöern und nach Island. Die bedeutendste Fährverbindung ist die Fähre von Hirtshals nach Kristiansand im südlichen Norwegen. Für Touristen aus den zahlreichen Ferienhäusern der Gegend und diejenigen, die bis zur Abfahrt ihrer Fähre noch genug Zeit haben, ist besonders das lokale Ozeaneum interessant, in dem sich auch das europaweit größte Meerwasseraquarium befindet, das zahlreiche selten gezeigte Meeresbewohner beherbergt. Eine spektakuläre Aussicht bietet der 57 Meter hohe Leuchtturm der Stadt Hirtshals Fyr, der 1863 seine Arbeit aufnahm und der in den Sommermonaten sonntags besichtigt werden kann. Die während der deutschen Besetzung Dänemarks während des Zweiten Weltkriegs errichteten Bunker am Strand, die zum so genannten Nordatlantikwall gehörten, bilden die Basis eines Freilichtmuseums, das ganzjährig geöffnet ist.

Wer in Hirtshals verweilt, wird Gelegenheit haben, die lokale, maritim geprägte Küche zu genießen und sich aus den Produkten des norddänischen Kunsthandwerks (besonders Töpferei) ein besonderes Stück auszuwählen. Ansonsten locken lange Strandspaziergänge oder Wanderungen in das wilde Hinterland von Hirtshals, in dem sich im Spätsommer Pilze und Beeren suchen lassen. Der Ort selbst ist also weit mehr als eine Durchgangsstation auf dem Weg nach Norwegen.